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AUGMENTED REALITY

Updated: Apr 6, 2022

Swiss Made: Der Motorradhelm mit implementierter Technik wie Kampfpiloten sie haben, nähert sich der Serienreife. Aegis Rider AG - ein Schweizer Startup, das in einem revolutionären, intelligenten Töffhelm, reale und digitale Welten verschmelzen lässt ....


18.10.2021 19:00:00 Updated 06.04.2022 [Wilhelm Töff I SCHWEIZ DEUTSCHLAND ÖSTERREICH]



Eine Technik-Revolution aus der Schweiz! Der intelligente Motorradhelm

Technologien und Anwendungen im Bereich Augmented Reality (AR) haben inzwischen einen Reifegrad erreicht, der einen breiten Einsatz nun auch beim Motorradfahren möglich macht. Unter erweiterter Realität (auch englischaugmented reality [ɔːɡˈmɛntɪd ɹiˈælɪti], kurz AR [eɪˈɑː]) versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung.


Computergestützte Erweiterung der Wahrnehmung

"Mit der AR-Technologie eine Brücke schaffen zwischen der realen Verkehrssituation und Daten in Echtzeit - Aegis Rider, ein Startup mit Sitz in Schlieren (ZH) arbeitet in Kooperation mit der Eidgenössisch Technischen Hochschule (ETH) in Zürich mit Hochdruck an dieser Vision, dem Smart-Motorradhelm: Von der momentan gefahrenen Geschwindigkeit über Navigationshinweise, bis hin zur Ideallinie im realen Verkehrsgeschehen oder auf Rennstrecken - alles wird direkt vor dem Auge des Trägers dargestellt. Die computergestützte Erweiterung der Wahrnehmung integriert in einen Motorradhelm steht vor der Serienreife.


Swiss Made: Der Motorradhelm mit implementierter Technik wie Kampfpiloten sie haben, steht vor der Serienreife.


Innovation Smart-Helm ...

Ein gewaltiges Sicherheitsplus, eine Revolution - Motorradfahrer werden künftig den Blick nicht mehr vom Verkehrsgeschehen oder dem Scannen der Ideallinie abwenden müssen. Motorradfahrer haben es im Strassenverkehr schon schwer genug. Primäres Ziel des Startups Aegis Rider ist es also zunächst, mit dem ersten serienreifen, intelligenten Motorradhelm das Unfallrisiko in gefährlichen Kurven oder komplizierten Verkehrssituationen zu reduzieren. Mit Augmented Reality hat der Motorradlenker die reale Fahrsituation jederzeit vor Augen, bekommt aber mithilfe von Pfeilen, Kreisen oder Grafiken und virtuellen Objekten wichtige Informationen in Echtzeit überlagert. Der Fahrspass soll weiterhin in der Mitte stehen, das ist den Forschern, die übrigens nach Feierabend auch selbst gerne eine Runde mit dem Motorrad drehen, sehr wichtig. Der Nutzer hat bereits zum aktuellen Entwicklungszeitpunkt des Helms die Möglichkeit, die Visualisierung der persönlichen Präferenz oder der aktuellen Verkehrssituation (z.B. Stadt- oder Landfahrt) anzupassen.



Swiss Technology: Ein Motorradhelm, der im Visier Informationen darstellt, ohne die korrekte Visualisierung der realen Elemente zu verhindern.


Aegis Rider AG ... "eine Aktiengesellschaft aus dem Bereich «Erbringen von IT-Dienstleistungen"... Hört sich unspektakulär an, aber die Idee, so etwas wie einen intelligenten Motorradhelm mit Augmented Reality serienreif zu machen, ist ein Novum und technologisch nicht ohne:



Jede Menge High-Tech

Der Smart-Motorradhelm von Aegis Rider nutzt Kameras zur Objekterkennung und Deep-Learning. Deep Learning (DL) ist eine spezielle Methode der Informationsverarbeitung und ein Teilbereich des Machine Learnings. Die Funktionsweise der künstlichen neuronalen Netze ist in vielen Bereichen von biologischen neuronalen Netzen inspiriert, z.B. dem menschlichen Gehirn. Das heisst sie gehen ähnlich vor, wie Menschen es machen würden: Etwas wahrnehmen, analysieren und eine Schlussfolgerung daraus ziehen. Nur können sie viel grössere Datenmengen viel schneller untersuchen, als es Menschen jemals möglich wäre. Aegis Rider geht es aber nicht darum mit ihrer Helminnovation den Fahrer zu ersetzen, sondern zu entlasten: "Wir streben keine autonomen Motorräder an, sondern wollen den Fahrspass erhöhen indem sich der Fahrer auf das eigentliche Fahren konzentrieren kann".

Das System zeigt eine Verkehrssituation während einer Testfahrt nahe Kapstadt.

Bei einem ersten Lokaltermin am 13.10.21 an der ETH Zürich durfte ich das System erstmals in Augenschein nehmen - wenn auch nur statisch im Labor. Doch selbst das war bereits eine Offenbarung: Mit dem, was das System im aktuellen Entwicklungsstadium zeigt, kann es tatsächlich Gefahren wie Objekte auf der Strasse, Tiere, Fussgänger oder andere Fahrzeuge erkennen und hebt sie visuell hervor wenn nötig.


Das Potenzial dieser neuen Technologie in einem Serien-Helm ist riesig

Der Smart-Motorradhelm by Aegis Rider unterstützt seinen Träger also ohne dessen zutun - bequem während der Fahrt - und ohne die korrekte Wahrnehmung der realen Elemente zu verhindern. Das Potenzial dieser neuen Technologie in einem Serien-Helm ist riesig: Von der Navigation durch den unbekannten Grossstadtdschungel, über die Einspiegelung des Tachometers ins Blickfeld des Fahrers in 30er-Zonen, bis hin zur Visualisierung der Ideallinie im Kurvenlabyrinth der Landstrasse oder der Rennstrecke. Sogar die passenden Bremspunkte zur jeweiligen Geschwindigkeit vor dem Kurveneingang werden angezeigt.



Erstaunlich: Trotz all der High-Tech unterscheidet sich der smarte Motorradhelm auf den ersten Blick optisch kaum von einem konventionellen Helm. Und wenn die erweiterte Realität nicht erwünscht ist, lässt sich das dafür zuständige Innenvisier, wie eine konventionelle Sonnenblende einfach hochklappen und damit die digitalen Visualisierungen. Genial. Sehr schön gelöst ist vor allem auch die Anpassbarkeit der Augmented Reality an die persönlichen Nutzerpräferenzen in aktiviertem Zustand - um ungewollte Ablenkung zu vermeiden.




Intelligenter Motorradhelm. Die Visionäre.

’Mitte: Simon Hecker: Visionär, Experte in "Autonomous Driving". Links: Nicolas Zobernig: Augmented-Reality-Experte mit Erfahrung in “Computer Vision”. Rechts: Timon Gentzsch: Hintergrund im Maschinenbau mit Spezialisierung in Fahrzeugtechnik - verantwortlich für die System-Integration. Hier zu sehen mit dem ersten Prototypen des Helmes (Februar 2021)’’

Die "Höhle" und die geballte Kompetenz

Im ETH-Labor in der Sternwartstrasse 7, Zürich - liebevoll "Die Höhle" genannt (das Labor hat keinerlei Fenster), forschen Simon Hecker (Ph.D) (Mitte), Nico Zobernig und Timon Gentzsch, die als Masterstudenten dazu gekommen - und nach ihrer Masterarbeit bei Aegis Rider geblieben sind, an der Serienreife ihres "Smart-Helm-Systems". Nico studiert an der ETH Elektrotechnik und Informationstechnologie, Timon an der RWTH Maschinenbau.


Für die Masterarbeit mit an Bord gekommen sind Luc Van Gool - als unterstützdender Professor (Luc Van Gool ist in Fachkreisen eine bekannte Persönlichkeit aus dem Forschungsbereich der Computer Vision, er unterstützt die Unternehmung sehr tatkräftig und wurde vor kurzem mit dem ETH Dandelion award ausgezeichnet, welche seine Aktivitäten im Bereich Startup und Entrepreneurship würdigen) - und Mauro Gentile, Ingenieur. als Unterstützung im Rahmen der Bildverarbeitung. Und nicht zu vergessen - Adamos Karanikas: Praktikant im Bachelor und tätig im Bereich der Microcontroller und Elektronik.


Simon Hecker (Ph.D), ETH Zürich, Gründer des Startup Aegis Rider AG

Simon ist Doktor und der Gründer der Aegis Rider AG:

"Seit fünf Jahren bin ich begeisterter Motorradfahrer (als erstes hatte ich eine weisse Honda Transalp von 1989) und war schon immer sehr an AR & AI Technologie AI: Artificial Intelligence, künstliche Intelligenz interessiert. Zu dem konkreten Projekt kam es während meiner Promotion, weil mir der grosse technologische Unterschied und Entwicklungsstand zwischen den Assistenzsystemen (Sicherheit & Infotainment) moderner Autos und Motorrädern bewusst wurde. Schliesslich habe ich unter der Woche auf diesem Gebiet geforscht und bin deshalb am Wochenende zur Entspannung Motorrad gefahren.


Was lag da näher als richtig in die Thematik "Motorradsicherheit" einzusteigen. Ich habe mich mit der Forschungsidee eines "Augmended Reality Systems für Motorradfahrer" auf die ETH Pioneer Fellowship - ein Instrument zur Unterstützung junger Forschender für die Entwicklung von innovativen Produkten oder Dienstleistungen - beworben und diese auch bekommen. Das Team ist danach sehr organisch gewachsen. Bereits nach sechs Monaten hatten wir unseren ersten funktionierenden Helm-Prototypen und die zu implementierende Technik fürs Motorrad, mit dem wir dann zum Testen nach Südafrika gegangen sind. Zwei weitere Prototypen sind in der Zwischenzeit gefolgt mit verbesserter AR-Optik, Algorithmen und Ergonomik.


"Wir streben keine autonomen Motorräder an, sondern wollen den Fahrspass erhöhen indem sich der Fahrer auf das eigentliche Fahren konzentrieren kann"


Swiss Smart Helmet:

Hier gehts zum Video:


Eines ist sicher: Die Jungs aus Schlieren werden mit der Aegis Rider AG eine Revolution rund ums Hobby Motorrad lostreten. Ich könnte mir vorstellen , dass die Premiumhersteller in Sachen Reiseenduros und Supersportler demnächst In Zürich auf der Matte stehen. Und natürlich alle Helmhersteller von Rang und Namen.


To be continued ...



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